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Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 18.11.2018:

"Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben." (Offenbarung 2, 10)
Die Herausforderungen für die Treue zu Gott sind zahlreich. Ob wir es immer schaffen, den
Bosheiten unserer Zeit zu widerstehen? - Es fängt an mit vorschnellen Worten, die ich gerne
wieder zurückholen würde, weil ich im Nachhinein merke, dass sie jemanden verletzt haben.
Manchmal da rede ich, wenn ich schweigen sollte. Manchmal habe ich eigentlich etwas gut
gemeint, aber der andere hat es falsch verstanden und dadurch hat es sich zum Schlechten
verkehrt. Es kann auch geschehen, dass ich an der falschen Stelle schweige, obwohl es gerade
da nötig gewesen wäre, etwas zu sagen: Zum Beispiel in der Schule, wenn ein Mitschüler oder
eine Mitschülerin gehänselt, gemobbt oder verspottet wird; am Kaffeetisch oder Stammtisch,
wenn Sündenböcke gesucht werden und wieder mal nur die Ausländer oder Flüchtlinge an allem
Schuld sein sollen; am Arbeitsplatz, wenn jemand dort ins Abseits gedrängt wird; auf der
Straße, wenn jemand angepöbelt wird. - Überall in unserem Leben ist unsere Treue zu Gott
gefragt. Sie und ich sollen auf dem Weg Christi gehen. Dieser Weg führt heraus aus dem Tod,
heraus aus der Verzweiflung, dem Kleinglauben und der Angst. Der Weg Christi führt hinein
in das Leben, in den Glauben, die Hoffnung und die Liebe.
 

Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 21.10.2018:

Gott umgibt uns wie die Luft, die wir zum Atmen dringend brauchen.
Kein Augenblick meines Lebens auf der Erde ist ohne Himmel. Keine
Sorge, kein Schmerz, kein glücklicher Augenblick und keine Liebe
sind ohne Gott. Das Reich Gottes ist nicht in weiter Ferne, sondern
es ist ganz nah, so wie Jesus den Menschen nahe war. Das Reich Gottes
ist genau in dem Leben, das ich habe, das mich erfreut oder an dem
ich leide. Ich kann Gott nur dann finden, wenn ich ernsthaft und mit
ganzem Herzen nach ihm suche. Diese Suche findet nicht jenseits der
Sorgen und Schmerzen statt, sondern mitten in ihnen. Denn da ist Gott
auch zu finden. Gott ist bei Ihnen und mir an jedem neuen Tag. Darum
dürfen Sie und ich mit offenen Augen durch das Leben gehen. Dabei
leben wir in dem Vertrauen, dass Gott sich immer wieder von uns finden
lässt. Bleiben Sie auf der Suche und werden Sie immer wieder fündig.
Denn: Gott spricht: "Wenn ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, so
will ich mich von euch finden lassen."
(Jeremia 29,13.14a)

Schlusspunkt zur Predigt an Erntedank über 1. Timotheus 4,4-5:

Wer  dankt, wechselt den Blickwinkel. An dem folgenden Beispiel von
dem ich mal gehört habe, können Sie das gut merken. Da hat eine
Erzieherin in einem Kindergarten im Stuhlkreis mit den Drei- und
Vierjährigen über das Beten und die Dankbarkeit gesprochen. Und ein
Mädchen hat danach gesagt: „Das finde ich gut. - Wenn mein Papa mir
abends Gute Nacht sagt, dann werde ich ihn bitten, mit mir zu beten,
um Gott zu danken”. Und ein paar Wochen später kam dieser Vater zu
der Erzieherin und hat ihr erzählt: „Durch das Beten mit meiner Tochter
hat sich mein Leben verändert. Jetzt überlege ich den ganzen Tag, wofür
ich abends danken kann. Das gibt mir einen ganz anderen Blick auf die
Menschen um mich herum.” Das Erntedankfest hilft Ihnen und mir, Dankbarkeit
einzuüben. Die Freude über das Wachstum und die Früchte in der Schöpfung
soll uns den Blick für den Schöpfer öffnen. »alles, was  Gott geschaffen
hat, ist gut.«
(1. Timotheus 4,4) Wer aus diesem Vertrauen lebt, der wird
Gottes Segen im eigenen Leben entdecken und selbst zum Segen für andere werden.
 

Schlusspunkt zur Predigt am Kerwe-Sonntag, den 23.9.2018 über Jesaja 49, 1-6:

Erfolge zu erzielen ist ein wunderbares Gefühl. Doch leider ist das nicht beständig.
Wir erleben im Leben oft auch Frustrationen und Krisen, aber im Vertrauen auf Gott
und sein Evangelium von Christus verlieren wir trotzdem nicht unsere Hoffnung. Wir
bleiben zuversichtlich im Vertrauen auf Christus. Wir arbeiten und mühen uns um die
Gemeinde nicht für uns selber, sondern im Auftrag Gottes. Wir mühen uns nicht um der
eigenen Ehre willen ab, sondern zur Ehre Gottes. Das macht uns frei vom dem ängstlichen
Blick auf Erfolg oder Misserfolg. Dadurch bekommen wir immer wieder neuen Mut für unseren
Glauben einzutreten. Darum können wir einander ermutigen. Trauen Sie sich über den
christlichen Glauben zu sprechen. Wir brauchen nicht zu verschweigen, was uns im Leben
und Sterben hält und trägt. Laden Sie andere Menschen ein zum Gottesdienst und zu
Gemeindeveranstaltungen. Sprechen Sie andere Menschen an. Machen Sie ihnen Mut, zu kommen.
Das Evangelium, die Herrlichkeit Gottes, leuchtet da auf, wo Sie und ich seine Liebe,
seine Gerechtigkeit und Barmherzigkeit leben. Die Herrlichkeit Gottes leuchtet da auf,
wo wir, wie der Gottesknecht, Jesus Christus, die Menschen annehmen und ernst nehmen.
Hell wird es dort, wo Menschen frei werden von Angst und Gier. Hell wird es da, wo
Menschen miteinander das Leben teilen und voller Hoffnung leben. Da wird sichtbar, was
Gott, letztlich auch zu Ihnen und mir gesagt hat: „...ich habe dich zum Licht der Heiden
gemacht, ...”
(Jesaja 49,6).        

 Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 16. 9. 2018 über Apostelgeschichte 12, 1-11:

Der merkwürdigste Engel für mich war bisher ein drahtiger, alter Haudegen, der früher in
der französischen Fremdenlegion war und mir als Unteroffizier unerwartet sehr geholfen hat.
Er hat in meiner Bundeswehrzeit in den vier Wochen vor der Verhandlung zur Kriegsdienst-
verweigerung dafür gesorgt, dass ich nicht wegen Befehlsverweigerung in Arrest kam. Er hat
mich durch sein Tun davor bewahrt, in Situationen zu geraten, in denen das damals geschehen
wäre. In wieviel Not hat Gott Sie und mich schon gnädig behütet und gerettet? Manchmal habe
ich im Nachhinein erkannt, wie ich gerade noch einem Unfall wie durch ein Wunder entkommen
bin. Die Geschichte von der Befreiung des Petrus macht Mut. Gott hat durch die Auferstehung
Jesu Christi sogar den Tod besiegt. Er kann uns aus dem Gefängnis der Angst herausholen.
Jeden Tag arbeitet er an unserer Befreiung, auch wenn wir vielleicht den Eindruck haben,
vergessen worden zu sein. Gott tut das auch durch andere Menschen, durch Boten seiner Liebe,
durch Engel, die in seinem Namen unterwegs sind, um Menschen zu befreien. Es könnte doch sein,
dass der Besuch und ein freundliches Gespräch bei einem Menschen bereits die Befreiung auslöst.
Wer weiß schon, in welchem Gefängnis sich ein anderer gerade befindet. Darum ist der gegenseitige
Besuch, das Miteinanderreden und die damit verbundene Gemeinschaft so wichtig. Da könnte einer
des anderen Engel werden und sein, ohne es sogar zu merken.

Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 9.9.2018 über Matthäus 6,25-34:

"Sorgt nicht um euer Leben!" (Matthäus 6,25), sagt Jesus in seiner Bergpredigt,
aber er sagt nicht "Kümmert euch nicht um euer Leben!". Es geht Jesus bei diesem
Aufruf und der Ermahnung um etwas anderes als um naive Sorglosigkeit oder darum,
nur in den Tag hinein zu leben ohne Plan und Ziel. Wogegen sich Jesus wendet,
ist eine Übervorsorge, die mir die Freiheit zum Leben nimmt. Wer von uns schon
einmal eine Nacht wach gelegen und sich in Sorgen verzehrt hat, der weiß, dass
solches Sorgen eine ganz schreckliche Eigenschaft hat, wenn es im Leben die
Oberhand gewinnt: Es raubt viel von meiner Lebenskraft.

Deshalb verstehe ich Jesus so, dass er uns damit sagt: Vergeudet eure Kraft nicht
ans Sorgen. Angsterfülltes Sorgen bringt nichts. Tut die Dinge, die nötig sind,
aber sorgt euch nicht darum, ob ihr es auch wirklich schaffen könnt, sondern tut
einfach das Notwendige. Die Zeit, die ihr verbraucht, um euch über widrige
Lebensumstände zu beklagen, die könnt ihr besser dazu nutzen, um diese widrigen
Umstände zum Besseren zu verändern - soweit das in eurer Kraft liegt. "Sorgt nicht
um euer Leben!"
kann dann heißen: "Habt nicht mehr Angst als nötig ist. Räumt den
Dingen, die ihr fürchtet, nicht mehr Platz ein, als ihnen zusteht. Versäumt aus
lauter Angst vor der Zukunft nicht eure Gegenwart, in der ihr lebt und zu handeln habt.”

Schlusspunkt zur Predigt vom 22.7.2018:

Jesus ruft uns zu: "Ihr seid das Salz der Erde! ... Ihr seid das Licht der Welt!“
(Matthäus 5,13-16) Jesus traut Ihnen, Euch und mir viel zu. Ein Licht muss ja nicht
groß sein, um den Weg zu weisen. Eine kleine Menge Salz hat schon große Wirkung.
Jesus will uns die Angst nehmen, wir wären zu schwach, um Wirkung zu haben. An dem,
was Sie, Ihr und ich Gutes tun in unserem Leben, sollte man ablesen können, woher
wir die Kraft und die Phantasie dazu empfangen. Unser Leben soll andere dazu
einladen, Gott zu loben, weil Gott die Menschen offensichtlich zu Gutem anstiftet.
Das müssen keine großartigen Dinge sein, die die Welt auf einen Schlag verändern.
Das Bild vom Salz und Licht zeigt, dass eben schon die kleinen Dinge und Handreichungen
unserer Welt ein anderes Gesicht geben. Dort, wo wir anderen zuhören, dort, wo wir etwas
von unserer Zeit opfern für andere, wo wir jemanden erfreuen, ihm ein Lächeln oder ein
Trostwort schenken, dort sind wir dann wie Salz, das dem Leben Geschmack gibt und wie
ein Licht, das leuchtet. Dort, wo wir jemandem Mut zusprechen oder ihn zum Trost in
den Arm nehmen; - dort, wo wir auch den Andersdenkenden nicht einfach ignorieren,
sondern mit ihm reden über das, was wir glauben und denken, da bringen Sie, Ihr und
ich etwas Licht und einen guten Geschmack in unsere Welt hinein.
 

Schlusspunkt zur Predigt am 15.7.2018:

Der Glaube an Christus öffnet den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus.
Denn der Glaube ist ausgerichtet auf Gemeinschaft. Da kocht nicht jeder nur
sein eigenes Süppchen. Da geht es nicht nur um mich als einzelner Christen-
mensch, sondern es geht immer zugleich um uns als Christengemeinde und um
unsere Beziehungen untereinander und zu unseren Mitmenschen. Es tut gut zu
sehen, wenn Menschen ohne Streit beisammen leben können, selbst wenn sie
unterschiedliche Meinungen haben. Es tut gut, nicht mehr zuerst auf das zu
sehen, worin wir Menschen uns unterscheiden, sondern auf das, was uns mit-
einander verbindet. Es tut gut, wenn man mit Achtung und Respekt behandelt
wird und wenn man merkt, dass andere einem schätzen und nicht abwerten. – 
Doch man kann nicht mehr erwarten, als man auch selbst zu geben bereit ist.
Darum ermahnt Paulus jede und jeden: "Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler
Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst,
und ein jeder sehe nicht auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern
dient."
(Philipper 2,3-4)

Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 8.7.2018:

Was im Leben vor uns liegt, das weiß keiner und keine von uns. Aber wir können und dürfen
auf Gottes Güte und Gnade vertrauen. Es wird uns immer wieder Menschen an die Seite stellen,
die uns zum Engel werden und zum Wasser in den Wüsten unseres Lebens.

Was auch geschehen mag auf unserem Lebensweg, wir dürfen gewiss sein: Gott ist bei uns und
er hilft uns auf. Er führt uns noch selbst dann, wenn wir das Gefühl haben, durch eine Wüste
zu gehen. Er erfüllt unser Leben mit Hoffnung. Darum dürfen Sie und ich dem Beispiel des
Kämmerers aus der Apostelgeschichte 8,26-39 folgen.

Der Kämmerer hat keine Angst vor dem unbekannten Weg, der vor ihm liegt. Denn er weiß sich
in Gott geborgen. Er folgt Christus auf dem Weg des Vertrauens und der Liebe. Darum heißt es
am Ende dieser Geschichte und am Beginn dieses neuen Weges in seinem Leben: “Er zog seine
Straße fröhlich.”
– Und Sie und ich können das auch!

Schlusspunkt zur Predigt am Sonntag, den 1.7.2018:

Für die entscheidenden Aufbrüche im Glauben braucht Gott nicht immer
etwas Dramatisches. Abraham sieht keinen brennenden Dornbusch, aus
dem eine Stimme spricht und er hat auch keine Engelerscheinung. Auch
sonst ist im Blick auf seinen Aufbruch keine übernatürliche Begleit-
erscheinung erwähnt. Das erleben ja auch von uns die wenigsten. Aber
etwas anderes erleben wir schon, nämlich dass plötzlich irgendwie klar
wird, dass sich etwas ändern muss in unserem Leben: eine neue Seite
muss aufgeschlagen werden, eine Entscheidung muss getroffen werden und
ein neuer Weg ist zu gehen. Und plötzlich ist da eine Aufbruchssituation.
Es gibt Zeiten, da sind Aufbrüche wie bei Abraham notwendig, um zu neuem
Leben zu finden und damit Neues beginnen kann. Von Aufbrüchen reden ist
leicht, aber wirklich aufzubrechen, braucht Kraft und Zuversicht in das
Neue. Christen sind Menschen, die wie Abraham mit Gott unterwegs sind
durch die Höhen und Tiefen des Lebens. Wir leben im Glauben und handeln
mit der Zuversicht Abrahams, dem Gott versprochen hat: „Ich will dich
segnen, und du sollst ein Segen sein”
(1. Mose 12,2)

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Nachklang zum Gottesdienst zum 70jährigen Jubiläum des Posaunenchores am 17.6.2018:

Wir als Kirchengemeinde sind stolz und freuen uns sehr, dass eine Gruppe
ihr 70-jähriges Bestehen feiern kann. 70 Jahre voller Geschichte, Tradition
und Veränderung. 70 Jahre zu Gottes Lob und Ehre – treffender lässt sich das
Selbstverständnis des Posaunen-chores nicht beschreiben. Das gilt seit der
Gründung bis heute. Vieles hat sich in den 70 Jahren der Chorgeschichte verändert,
dieses aber nicht. 70 Jahre – ein Grund, DANKE zu sagen. Danke an alle Bläserinnen
und Bläser, die in diesen 70 Jahren ihren Teil zum Bestehen, Gelingen und zum Lob
Gottes beigetragen haben. Danke besonders den Chorleitern, die sich mit viel Mühe
und Engagement einbringen und eingebracht haben, und nicht zuletzt auch Danke an
die Ehepartner und Familien. Der größte Dank aber gilt unserem Gott, denn er ist
Zentrum, Antrieb und Grund des Chores.  Ich wünsche unserem Posaunenchor weiterhin
Gottes Segen und viel Freude beim Musizieren und bei allem Miteinander.
Staunen Sie mit mir immer wieder über die Wege, die Gott uns führt und auf die er
uns durch seine Worte in der Bibel hinweist. Freuen Sie sich mit mir über all das
Gute, das uns Gott schon geschenkt hat und noch schenkt. Denn dann haben Sie und
ich noch Luft nach oben, wenn wir schwierige Situationen erleben, die uns belasten,
herausfordern und uns manchmal den Atem rauben wollen. Darum hören Sie mit mir auf
den Rat von Jesus: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.“  (Lukas 6,36)

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Nachklang zur Predigt am  13.5.2018 über Jeremia 31, 31-34:

Den Wunsch, nochmal von vorne anzufangen, den hat ein Mensch - egal
ob alt oder jung - oft dann, wenn er an einem Punkt seines Lebens
angelangt ist, an dem er nicht mehr weiter weiß - an einem Punkt,
an dem er oder sie die Zeit am liebsten zurückdrehen möchte, weil
die Gegenwart nicht mehr so erträglich erscheint. Viele Menschen,
die sich an einem solchen Punkt angelangt sehen, versuchen einen
Neuanfang. Sie versuchen, das Vergangene zu vergessen und von vorne
zu beginnen. Doch selbst wenn wir unser Leben ändern, bleibt die
Vergangenheit doch ein Teil von uns. Wir selbst bleiben nämlich
dieselben, mit all unseren Problemen und Ängsten und Eigenheiten.
Darum sorgt Gott selbst für einen radikalen Neuanfang mit einem
neuen Bund. Gott sagt schon Jahrhunderte zuvor durch den Propheten
Jeremia: "Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn
schreiben."
(Jeremia 31, 33) Dabei streicht er alles, was in der
Vergangenheit schiefgegangen war aus seiner Erinnerung. Gott schreibt
seinen Willen bei seinem neuen Bund nicht mehr auf steinerne Tafeln,
wie zuvor, sondern direkt in unser Herz. Er schreibt es in das Gewissen
und das Zentrum des Einzelnen. Unser Herz ist die Stelle, an der Gott
uns anrührt. Im diesem neuen Bund verspricht Gott, das Herz derer, die
an Christus glauben, stark genug zu machen, damit es seinem Willen folgt
und das Richtige tut. Er schenkt ein neues Leben durch die Verbindung
mit Christus. Darum ist in der Verbindung mit ihm ein Neuanfang möglich.

 

 Nachklang zur Predigt am 29.4.2018 über Philipper 2, 1-5:
"Seid so unter euch gesinnt, wie es auch der Gemeinschaft in Christus Jesus  entspricht."
Dazu ermutigt der Apostel Paulus (Philipper 2, 5). Es tut gut, nicht mehr zuerst auf das
zu sehen, worin wir Menschen uns unterscheiden, sondern auf das, was uns miteinander verbindet.
Es tut gut, wenn man mit Achtung und Respekt behandelt wird und wenn man merkt, dass andere
einem wertschätzen und nicht abwerten. - Doch man kann nicht mehr erwarten, als man auch selbst
zu geben bereit ist. Indem wir unsere Mitmenschen achten, ehren wir zugleich Gott und uns selbst.
Die Achtung gegenüber dem Mitmenschen lässt innere Stärke und Großmut erkennen. - Indem wir
unseren Nächsten dienen und nicht nur jeder Mensch auf das Seine sieht, dienen wir uns letztlich
selbst. Denn wir gestalten dadurch unsere Welt im Sinne der Gemeinschaft Jesu. Das kann ganz
klein beginnen, wie damals bei der Nachbarschaftshilfe vor 40 Jahren mit einer guten Idee,
Helferinnen, einem Fahrrad und einem Kochtopf zu Transport des zuhause vorbereiteten Essens. Es
ist schön, wenn gute Anfänge weitergeführt werden und es zur Hilfe wird für Viele. So wie es in
einem Lied heißt: „Ins Wasser fällt ein Stein ganz heimlich still und leise – und ist er noch
so klein, er zieht doch weite Kreise. – Wo Gottes große Liebe in einen Menschen fällt,  da
wirkt sie fort in Tat und Wort – hinaus in unsere Welt.“ (EG 648,1)

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Nachklang zur Konfirmationspredigt am  22.4.2018 über 1. Mose 12,2:

Gott sagt: „Ich will dich segnen, und du sollst ein Segen sein!“ (1. Mose 12,2)
Darauf dürft ihr Euch verlassen. So war das auch bei Abraham trotz manchem Hin-
und Her, das er erlebt hat. Manchmal sah es in seinem Leben nicht nach Segen aus,
doch letztlich hat Gott alles zum Guten gewendet. Abraham wusste sich getragen
von Gottes Segenszusage. So dürft auch Ihr Euch tragen lassen.

Es gibt viele Aufgaben für Euch und die Jugendlichen Eures Alters und natürlich
auch für uns alle. Ihr und wir sollen zum Segen werden. Wie kann das gehen? Ich
denke, es reicht völlig, wenn Ihr immer wieder an der einen oder anderen Stelle
deutlich Zeichen setzt. Niemand verlangt Heldentaten von Euch oder uns. Aber es
ist schon was, ab und zu ein Zeichen zu setzen und an einer Stelle sich verant-
wortlich zu fühlen und zu sagen: „Ich bin dazu da, mit meiner kleinen Kraft irgend-
etwas gut zu machen, was vorher nicht gut war. Ich kann zum Segen werden. Ich bin
ein Segen für die Welt. Dazu hat mich Gott gemacht.“

Ich wünsche Euch, dass Ihr diese gute Erfahrung macht in Eurem Leben und für andere
Menschen zum Segen zu werdet. Denn das wird Euer Leben reich und erfüllt machen. Und
das ist es, was Gott durch Christus für Euch will. Denn er sagt: „Ich will dich segnen,
und du sollst ein Segen sein!“

 

Nachklang zur Predigt vom Sonntag 8.4.2018 über Kolosser 2,12-15:

Darum ging es: Ostern ist Auferstehung, und Auferstehung ist nicht nur
ein Geschehen in der Zukunft nach dem Tod. Es ist auch Geschehen von
heute mitten in unserem Leben, wenn das, was an Gutem in uns gestorben
ist, wieder aufersteht, weil wir spüren wie wichtig Glaube, Hoffnung,
Liebe sind für uns selbst und diese Welt.  Das ist Ostern: Nicht im Tod
stecken bleiben, sondern mitgehen mit Gott, - seinem Weg der Liebe folgen
und so das Leben finden – jetzt und in der Ewigkeit. In unserem Leben im
Hier und Jetzt beginnt die Auferstehung, weil es befreit wurde zu einem
neuen Leben. Sie, Ihr und ich sind seitdem mit Gott unterwegs. Daran werden
wir an jedem Osterfest und in jedem Taufgottesdienst und durch den Kolosser-
brief erinnert. „Mit ihm (Christus) seid ihr begraben worden in der Taufe;
mit ihm seid ihr auch auferweckt durch den Glauben aus der Kraft Gottes,
der ihn auferweckt hat von den Toten.“
  (Kolosser 2, 12)

Nachklang zu Ostern 2018:
Ostern macht mir deutlich: Weil Jesus von Gott auferweckt und verherrlicht wurde,
sind auch wir an Leib, Seele und Geist in diese Neuschöpfung, in dieses neue Leben
hinein genommen. Der Apostel Paulus weist die Korinther auf 500 Zeugen hin, die den
auferstandenen  Christus gesehen haben. Diese Zeugen haben damals noch gelebt und
hätten befragt werden können. Ostern kann ein großer Trost sein für alle, die Angst
haben vor der Zukunft und für die, die nicht damit fertig werden, dass der Tod oft
so schmerzlich in unser Zusammenleben eingreift. An der leiblichen Auferstehung
Christi entzündet sich die lebendige Hoffnung, dass mit dem Tod nicht alles aus ist.
Was an Christus als dem Erstling unter den Entschlafenen geschehen ist, das soll und
wird auch an uns geschehen. Denn Christus teilt mit uns seinen Sieg über den Tod.
Denn er will, dass wir zum Leben finden hier in dieser Welt und auch in Ewigkeit.
Darum betont Paulus: "Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten als Erstling
unter denen, die entschlafen sind.“
(1. Korinther 15,20)

Nachklang  18.3.2018:

Trauer aushalten, Jesus Vertrauen, Hoffnung schöpfen: Darum ging es bei der Predigt
über Johannes 11 und der Geschichte von Lazarus am Sonntag, den 18.März:

Sie und ich haben die Wahl zwischen Leben und Tod,  zwischen Hoffnung und Resignation,
zwischen ewigem Leben und der Vergänglichkeit. Die beiden Schwestern von Lazarus haben
eine schlimme Zeit hinter sich. Die Krankheit ihres Bruders Lazarus und sein Tod belasten
sie zutiefst. Die Erzählung lehrt mich, dass Jesus meine Fragen nach dem "Warum" aushält,
genauso wie die Vorwürfe und die Klagen darüber, wie grausam und ungerecht das Leben
manchmal ist. Jesus schafft den Tod nicht aus der Welt, und auch das Leiden und den Kummer
nicht. Aber er möchte Ihnen, Euch und mir begegnen. Er will Sie und mich erfahren lassen,
dass es Heil gibt und dass es sich lohnt zu leben. Gott bietet Ihnen und mir eine Beziehung
an, die voller Leben ist. „Glaubst du das?" -   Diese Frage von Jesus will eine Antwort.
Sie und ich, - wir haben die Wahl!


Vorschau 25.3.2018: Predigttext Psalm 106,2: Dankbarkeit und Gottes Taten

Nachklang zur Predigt vom 4. 2.2018 über 2. Korinther 12, 1-10

Helfende Kraft bekommen wir nicht dadurch, dass wir uns und anderen vorspielen,
stark und unangefochten zu sein. Vielmehr wächst die helfende Kraft dadurch,
dass wir unsere Grenzen und unsere Schwachheit erkennen. Denn dadurch werden
wir frei, uns Gottes Hilfe gefallen zu lassen und sie anzunehmen. Durch unsere
Zerbrechlichkeit und unsere Schwachheit hindurch will und wird Gottes Geist wirken.

Bei kranken und angefochtenen Menschen hilft es wenig, ihnen mit starken Sprüchen
zu kommen und selbst als unangefochten zu erscheinen. Dadurch wird das Problem nur
größer. Denn die Betroffenen könnten dann meinen, sie seien die einzigen, die
angefochten sind und auf die eine oder andere Art Leid tragen. Da ist es eher
hilfreich, sich an die eigenen Anfechtungen und Kämpfe zu erinnern. Dadurch werde
ich einfühlsamer, kann die gerade Angefochtenen besser begleiten und mit ihnen neue
Perspektiven finden. Erst dann, wenn ich meine eigenen Schwächen kenne und annehme,
werde ich Worte finden, die anrühren und stärken können. Darum braucht sich niemand
seiner Schwächen im Glauben zu schämen. Vielmehr dürfen Sie und ich wie Paulus den
Zuspruch Gottes hören in aller Not, Anfechtung und Bedrängnis:  „Lass dir an meiner
Gnade genügen; denn meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.”
(2. Kor 12,9)
 

 

Nachklang zur Predigt am 28.1.2018 über Jeremia 9,22-23:

"So spricht der Herr: Ein Weiser rühme sich nicht seiner Weisheit,
ein Starker rühme sich nicht seiner Stärke, ein Reicher rühme sich
nicht seines Reichtums. Sondern wer sich rühmen will, der rühme sich
dessen, dass er klug sei und mich kenne, dass ich der Herr bin, der
Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit übt auf Erden. Denn solches
gefällt mir, spricht der Herr."
  (Jeremia 9,22-23)

Gott wandert nicht in einer Wolken- und Feuersäule - leicht sichtbar
vor uns her -, aber er ist dort, wo Menschen das Leben, ihre Mitmenschen
und die Welt nicht aufgeben. Gott ist da, wo Menschen mithelfen, aus
unserer Welt eine bessere zu machen für alle Menschen. Das beginnt, wo
Menschen sich liebevoll umeinander kümmern und wo Menschen vorurteilslos
aufeinander zugehen und sich bemühen, einander zu verstehen.

Wir dürfen weise sein. Wir dürfen reich sein und wir dürfen uns von Herzen
an unserem Besitz und unserer Leistung freuen. Wir dürfen auf alles stolz
sein, was uns gelingt. Aber wir sollten dabei nicht vergessen, von wem uns
all das letztlich geschenkt ist. Nur dann werden wir nicht uns selbst rühmen,
sondern dessen, dass wir Gott kennen. Wer Gott kennt, der ist dankbar für sein
Leben und die Gaben und Fähigkeiten, die er schenkt. Wer Gott kennt, der ist
barmherzig im Umgang mit seinen Mitmenschen und strebt nach Recht und Gerechtigkeit
für alle. Es gefällt Gott, wenn Sie, Ihr und ich so leben - und solches Leben tut
Ihnen und mir richtig gut. Also: Lassen Sie es sich gut gehen!

 

Nachklang zur Predigt am 21.1.2018 über Offenbarung 1, 9-18:

Wie es ist, auf der Flucht zu sein, haben am Samstag beim Konfi-Aktionstag, die
Konfirmandinnen und Konfirmanden unserer Region erleben und nachvollziehen können.
Wenn man sich in die Angst, Ungewissheit und Hoffnung einer Fluchtsituation hinein-
versetzt, versteht man kann einem klar werden, wie viele verwirrende Gedanken und
Bilder einem da in der durch den Kopf gehen. Oft weiß man nicht wie es weitergehen
wird und man sitzt gedanklich fest und sucht verzweifelt nach Lösungsmöglichkeiten.
Johannes, der das Buch der Offenbarung geschrieben hat, sitzt auf der griechischen
Insel Patmos fest, - festgehalten, verbannt oder geflohen. Verwirrend und vielschichtig
sind die Bilder der Offenbarung, die Johannes auf der Insel Patmos erlebt. Wie verwirrend
auch diese Visionen sind, - eines machen sie deutlich: Christus stellt sich vor uns und
er stellt sich den Mächten der Welt und dem Tod entgegen. Er ist unsere Rettung und unser
Retter im Kampf gegen alle Anfechtungen und Anfeindungen und gegen alles, was uns von
Gott abbringen und trennen will.
 

Nachklang zur Predigt am 14.1.2018 über 1. Korinther 2, 1-10:

Das Kreuz Christi ist unsere Eintrittskarte für die Gemeinschaft mit Gott.
Wir haben keinen Grund für Minderwertigkeitsgefühle. Denn da ist einer für
uns gestorben. Unser Leben hat einen unvorstellbar hohen Wert - ganz unabhängig
von unseren Erfolgen oder Misserfolgen. Sie und ich können aufatmen, weil wir
uns unsere Daseinsberechtigung nicht verdienen müssen, sondern als Geschenk
Gottes begreifen dürfen. Deshalb erinnert der Apostel Paulus die Korinther:
"... als ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen Worten und hoher Weisheit,
euch das Geheimnis Gottes zu verkündigen. Denn ich hielt es für richtig, unter
euch nichts zu wissen als allein Jesus Christus, den Gekreuzigten."

(1. Korinther 2, 1-2)

Wenn wir das stabile Ja Gottes im Rücken haben, können wir den Schwierigkeiten
des Lebens gelassen und zuversichtlich begegnen. Denn der Wert unseres Lebens
ist garantiert durch Gott und seine Gnade und Liebe, die er uns durch Christus
geschenkt hat. Dadurch hat Gott jeder und jedem von uns gezeigt: Du bist einmalig!  
Du bist geliebt! - Lassen Sie nichts anderes einreden und reden Sie sich auch
selbst nichts anderes ein.

 Wasserbild TAUFE 

Nachklang zur Predigt an Neujahr über die Jahreslosung:

„Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben von der Quelle
des lebendigen Wassers umsonst.“
(Offenbarung 21,6)

In der Jahreslosung geht es noch um mehr als um den Durst nach Wasser.
Es geht um den Durst nach Leben. Unsere Seele teilt uns mit, wenn wir
sie nicht genügend mit geistlichem Wasser versorgen. Vertrocknete Herzen
senden verzweifelte Botschaften aus: Unausgeglichenheit, innere Unruhe,
Hoffnungslosigkeit, Bitterkeit, Reizbarkeit und Unsicherheit sind Warn-
zeichen, Symptome einer inneren Trockenheit.

Gott will und kann unseren Durst nach Leben stillen aus einer Quelle,
die nie versiegt. Das Quellwasser sprudelt, ob wir daraus schöpfen oder
nicht. Gott ließ sich unsere Rettung durch diese Quelle etwas kosten.
Das Leben seines Sohnes. Er hat alles bezahlt. Jesus kann für unsere
Seele das tun, was Wasser für unseren Körper tun kann. Wir brauchen nur
auf seine gute Botschaft hören und sie annehmen.

Das Gebet ist so etwas wie eine Schöpfkelle. Vom lebendigen Wasser schöpfen
und in das verdorrte Innere hineinfließen lassen. Das geschieht durch regel-
mäßiges Beten. Wir trinken auch nicht bloß einmal die Woche ein paar Schlucke
Wasser, sondern mehrmals am Tag. Für unsere Seele gilt das genauso.

Nimm das Angebot an und trink von der Quelle des lebendigen Wassers. Trink
um deinen Durst zu stillen. Das heißt: neu auf Gottes Ideen für mein Leben
hören; mich an meine Taufe erinnern; mich daran erinnern, dass Gott mit mir
unterwegs ist. Gott will für uns gelingende Beziehungen – zu mir selbst, zu
anderen und zu dieser Welt.

Nachklang 2017

Nachklang 2016

Nachklang 2015

Nachklang Oktober bis Dezember 2014 

Nachklang Mai bis September 2014
Nachklang 2014 Januar - April

Nachklang 2013 



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